Aktuell
Die Hautsonderschau in Thurnau 2007 die Spitzentiere:
 

Die Hautsonderschau in Thurnau 2007 Bericht der Sonderrichter:

Die Gold-Schwarzflügel-Gimpel in der Jugendklasse, die seltenen Gold- Schwarzen undseltenen “Kupfernen” in Thurnau

 

In der Jugendklasse wurden von drei jugenlichen Ausstellern 24 Gold-Schwarzflügel ausgestellt. Die Kollektion war ganz unterschiedlich: Tauben mit erheblichen Mängeln, jedoch auch einige mit sehr guter bis vorzüglicher Qualität. Diese gehörten allen drei Züchtern, so dass, mit guter Auslese die weitere Zucht fortgesetzt werden kann. Ich will die jungen Aussteller ermutigen, das bestimmt zu tun und sich nicht von den auch niedrigen Noten enttäuschen zu lassen. Es sind Zuchttauben dabei, also macht damit weiter!! Unter den 9 jungen 1.0 stand der absolute Gewinner, der Alttäuber von Sarah Pross mit V. Ein Prachtkerl. ”Richten was im Käfig steht”, also: dann auch das Gimpel-Band. Dieselbe Ausstellerin holte sich bei den Jungtäubern nochmal 94 und 93 Punkte, Morris Möller bei den 0,1 jung 94 und 95 Punkte und Meike Hörning bei 1,0 Jung 94, 1,0 alt 93 und 94, und bei den 0,1 alt 94 und 95 Punkte. Die Tauben mit den unteren Noten zeigten, allerdings bei dem vorhandenen Licht, sämtliche Gimpelfehler: ungleichmäßiges Gold, zu wenig Glanz, Rotglanz, Nackenruß, zuviel Purpur bzw. Rost auf den Decken und ein klares Beispiel von Stahlblau und Violet.

Die seltenen Goldschwarzen fingen an mit 14 Weißschwingigen. Bei den Jungtäubern zeigte Klaus Gebhard den Besten mit 94 Punkten. Gleichmäßiges Gold und weniger Rotglanz waren die Wünsche. Dieter Kaden stellte zwei Alttäuber aus, der Beste mit 96 Punkten: Gold noch gleichmäßiger. Derselbe holte sich 97 Punkte, SE auf eine feine Jungtäubin. Klaus Gebhard folgte mit einer 96er und Nielsen Flemming mit einer kräftigen Jungfrau die weniger Purpur zeigen soll: 95 Punkte mit E. Es folgten, so weit mir bekannt, noch nicht auf einer HSS gezeigte goldchwarze Weissplatten und Weissköpfe, alles Jungtäubinnen. Die zwei Weissplatten stellte Klaus Gebhard aus. Seine 96er hochfein, eben die Kopfzeichnung sollte gerader sein. Trotzdem, eine respektable Züchterleistung. Die zwei Weissköpfe zeigte Thomas Kaden. Hier gab es mehr zu wünschen. Neben im Gold noch Wünsche, besser gefärbte Ortfedern, breiterer, bzw sauberer im  Lacksaum und weniger Deckenrost.

Die seltenen Kupferblauen haben mir erheblich besser gefallen wie im vorigen Jahr. Im Durchschnitt sah das Kupfer eine Klasse besser aus, obwohl es auch diesmal Versager gab.

Bei Kupferblau mit schwarzen Binden zeigte diesmal Peter Rehde mit einem Jungtäuber wie es sein soll und auch sein kann. Feines feuriges sauberes Kupfer, saubere Decken und straffe Binden. Der Lohn: V/Krug. Die Wünsche bei den anderen 8 Jungtäubern waren hauptsachlich feurigeres Kupfer bzw. straffere Binden und weniger Hals-, bzw. Seitengrün. Die Augenfarbe war in Ordnung. Ein zu grosser Farbunterschied zwischen Flügeldecken und Schultern wurde bemängelt. In dieser Klasse 95 Punkte mit Z für Gerth Roland und Klaus Gebhard.

Ein einziger Alttäuber, dem feurigeres Kupfer und noch reinere Deckenfarbe gewünscht wurde. Es folgten 13 Jungtäubinnen. Auch in dieser Klasse die üblichen Wünsche bzw Fehler. Die Besten von Klaus Gebhard und Peter Rhede mit 96 Punkten und E. Peter Paridaen zeigte eine 0,1 alt, mit 95 Punkten, der Wunsch: sauberere Decken.

Unter den Gehämmerten feine Tauben. Hier wurde allerdings auf grünen Lacksaum geachtet. Durchwegs das Kupfer in Ordnung. Werner Rüger stellte einen feinen Jungtäuber aus, dem eine noch gleichmäßigere Kopffarbe gewünscht wurde; 96 Punkte mit SE. Peter Paridaen bekam auf 0,1 alt 95 Punkte mit der Bemerkung: weniger Glanzsaum auf Decken und Rücken.

Weißschwingig mit schwarzen Binden: 6 Stück. Gerd Streipert stellte sie aus. Der beste, ein 1,0 alt, bekam die Bemerkung: kräftige Taube mit feinem Kupfer, Deckenfarbe und Binden. Wunsch in der Schwanzbinde, 96 Punkte, SE. Dass, um 6 representative Tauben zusammen zu bringen, nicht alle gleicher Qualität sein können, lässt sich verstehen. Schade ist es aber, wenn zwei Versager das Gesamtbild zerstören. Hohe Durchschnittsqualität bei den 7 Weißschwingigen ohne Binden. Seltenheitsmeister Hartmut Engler schoss den Vogel ab mit einer super Jungtäubin: V mit Gimpel- Band. Spitze! Sollte vielleicht noch etwas wachsen, aber schön ist sie!.

Adelbert Knobloch stellte einen Jungtäuber aus, der sich auch zeigen konnte. Kleiner Wunsch war noch reinere Decken. Auf Augenfarbe soll geachtet werden. So auch bei Hartmut Engler seiner Weissschwingig gehämmerten. Weniger Grünsaum auf Decken, immerhin 95 Punkte mit SE.

Die zwei Weissköpfe  waren noch sehr weit vom Zuchtziel entfernt. Ich kann mir vorstellen, dass Züchter auf einer SS bzw. HSS etwas Neues zeigen wollen, aber bei diesen Tauben war, auch mit erheblicher Toleranz, noch wenig Positives zu entdecken.

 

Hans Schipper


Kupferschwarz 1,0

 

103 Tiere in der 1,0-Klasse der Gimpel Kupferschwarzflügel wurden von mir in der schönen lichtdurchfluteten Halle bewertet. 2x vorzüglich, 10x hv, 75x sg93 – sg 95, 15x g und 1x b. Die Wünsche: Weniger dunkle Säumung in der Kupferfarbe, Keilsaum breiter  feuriger und der Keil tiefer durchgefärbt. Seitenkupfer höher, reiner (ohne grün) und leuchtender bis einschl. Keilecken. Deckenlacksaum reiner, sowie mehr Grünglanz. Unter den Wünschen auf sattere Schwung- und Schwanzfarbe achten (grau wirkt störend).

Aufgefallen ist, das schon lange vergessene Übel der Sperrflügel (Stülpflügel) scheint sich einzuschleichen, dies wirkt unschön und muss in der Zucht beachtet werden, durch ausmerzen der Tiere, die dies vererben. Zur Lipsia-VDT-Schau wurden  94 Tiere, 1,0 und 0,1 in Kupferschwarz mit den gleichen Wünschen bewertet. 3x vorzüglich, 9x hervorragend, die Übrigen erzielten die Noten sg bis b Gratulation an die Preiserringer sowie eine gute Zucht im Jahre 2008.

 

Peter Rehde


Kupferschwarz 0,1

 

Die Kupferschwarzen waren in der ihnen gebührenden Anzahl nach Thurnau gekommen. Neben hochfeinen Tieren gab es natürlich auch Tiere mit vielen Fehlern und Wünschen. Auffallend viele Täubinnen zeigten eine schlechte Schwanzlage, vor allem in Richtung Spaltschwanz. Hier sollte man schnell dagegen steuern, denn so sind schon ganze Zuchten zu Grunde gegangen. Neben ca 90% der Tiere, die jetzt neu ausgedrückt, mehr oder weniger “glanzlose Federspitzen” zeigen (vor allem in Brust und Seite), haben auch viele (Täubinnen!) Ruß in Kopf, Hals, Seiten und Keil. Der Keil ist auffallend oft nicht oder nur schlecht durchgefärbt (nicht tief genug), bei mindestens 10% geht der Ruß bis in die Keilspitze. Grün im Keil wurde wenig festgestellt, dafür ist jetzt oft das blasse Nugat vorhanden. Auch 0,1 dürfen nicht übermäßig viel Purpur zeigen, selbst mehrere mit hv ausgezeichnete Tiere sind damit behaftet. Die Seiten sind oft hoch durchgefärbt, mit feurigem, grünfreiem Kupfer, aber die Kopffarbe genügt oft nicht den Anforderungen. Hier muss wieder mehr Wert auf reine feurige Stirn und feuriges Kopfkupfer gelegt werden, dafür nehmen wir lieber etwas grün im Gesicht in Kauf.

Die aktuellen Wünsche bezogen sich auf zu matte Stirn, fehlendes Kopffeuer, dabei zu Grünem Gesicht oder einfach auf einen zu dunken Kopf im Ganzen. Viele Tiere sind im Nacken schlecht durchgefärbt, zeigen Ruß oder ganz schwarze Federn. Da macht sich nicht jeder wirklich viel Mühe, die Tiere schaufertig zu machen – dazu gehört auch putzen! Die Lacksaumbreite ist allgemein in Ordnung, manchmal sogar außerordentlich breit und kaum zu überbieten, doch nur 1 Tier konnte sowohl im Kupfer als auch in den Decken gleichermaßen überzeugen – das erhielt verdient die Note v97 und wurde anschließend von den Sonderrichtern als das beste Tier der Schau gewählt. Glückwunsch an Birgit und Hubert Blim. Schwingen und Schwanz sind gut durchgefärbt, aber mit violett und stahlblau haben doch mehrere Tiere zu kämpfen. Ganz rostige Täubinnen, so wertvoll diese auch sein mögen, gehören in den Zuchtstall und nicht ins Ausstellungskäfig! Insgesamt war ich mit den ausgestellten Tieren sehr zufrieden, das kommt auch damit zum Ausdruck, dass jedes 10. Tier eine höhere Note erhalten konnte und eine Vielzahl an 95er Tieren dabei sind. Wir sollten an 95er Tieren nicht achtlos vorüber gehen, denn das sind hochwertige Tiere, denen nur eine Nuance zu höchsten Noten fehlt. Diesen Sprung haben die Tiere folgender Züchter geschafft: Je hv96 für H. Hamberger,U. Schmidt, J. Schmidt, H. Klippstein, ZGM Bent und Jörgen, M. Demeur (2x), K. Druyts und S. Felter. Das waren schon Tiere, auf die man aufbauen kann. Vor allem gefällt mir die breite Streuung.

 

Klaus Gebhard


Die Alttiere in Kupferschwarz

 

Neben den Kupferblauen hatte ich auch die alten Kupferschwarzen 1,0 und 0,1 zu bewerten. In beiden Kollektionen konnte Manicq Demeur mit 2x hv bei den Täubern und der besten Täubin mit hv die Spitzentiere präsentieren. Den Fortschritt in der Zucht will und kann ich hier nicht beurteilen, das überlasse ich den Kollegen, die die Jungtiere bewertet haben. Deshalb hier nur einige Anmerkungen zu dem was mir aufgefallen ist: Was wir im Bereich Rücken –und Deckenlack bei den Kupferschwarzen erreicht haben, ist besser wohl nicht mehr machbar, und war ausnahmslos vorbildlich in beiden Klassen vorhanden. Natürlich beeinflusst dieser Lack aber die Grundfarbe, so dass ich mehrfach die unsauberen Nackenübergänge, sowie im Extremfall Halsruß bemängeln musste. Auch die glanzlosen Federspitzen sind nach wie vor ein Problem, und die Seiten könnten höher und feuriger sein. Trotzdem insgesamt 2 hochklassige Kollektionen, die zeigten, dass wir die richtigen Tiere in der Zucht haben.

 

Volker Kraft


Die Kupferweißflügel

 

Die Bewertung von 74 Kupferweißflügeln ist ein schöner Auftrag! Vorerst will ich mich bei meinem Zuchtfreund Ingo Stecker bedanken, für seine interessierte und fachkundige Schreibarbeit. Die Kupfer-Durchfärbung war meistens in Ordnung. Ohren, Schenkel und Nacken-übergänge sind im Allgemeinen gut durchgefärbt. Die Züchterarbeitsgruppe wünscht sich die Seiten und Keilenden noch besser durchgefärbt. Für eine sg-Note ist die Voraussetzung, dass ein Kupferweißflügel „feurig“ ist, von Brust bis Keil, mit Seiten, welche nicht zu viel Grünglanz zeigen. Die Arbeitsgruppe betonte anno 2006 die Wichtigkeit, dass nur Keile ohne Grünglanz und mit breitem Glanzsaum erwünscht sind. Auch in 2007 sind Keile mit breitem Glanzsaum noch kein Allgemeingut! So habe ich bei 25% den Keil (wegen zu wenig Durchfärbung, oder wegen fehlendem Glanzsaum oder vorhandenem Grünglanz) angesprochen. Bei 50% der ausgestellten Kupferweißflügel waren die Seiten nicht ganz sauber. Der Kopfkupferglanz war auch vergangenes Jahr wieder ein Punkt zur Kritik: bei 30% ist das Kopfkupfer nicht gleichmäßig und bei auch 30% wünschte ich die Stirn feuriger (auch die Arbeitsgruppe formuliert ‚Stirn feuriger’ als Zuchtziel)! Ich bin 100% einverstanden mit der Empfehlung von der Arbeitsgruppe in 2006 den Grünglanz im Hals nur langsam zu minimieren. Etwa 30% könnten weniger grünglänzend in der Halsgegend erscheinen. Ebenso wie bei allen anderen Farbenschlägen: auch bei Kupferweißflügeln zeigten 20% glanzlose Federspitzen in der Brust-und Seitengegend. Bei fünf Tieren gab die Schwanzfederlage Anlass zur Kritik. Rüger W. stellte in der 1,0-jung-Klasse ohne Binden das Klassetier (v G-Bd.) aus. Die übrigen herausragenden Tiere in 0,1 jung ohne Binden gehörten Paridaen P. (hv) und Köhler H.W. (hv). In der Klasse mit Binden zeigte Gräfe D. eine Spitzentäubin (v). Die hv-Note  in bindig bekamen Gräfe D.,  Hansen R., Köhler H.W. (2x) und Paridaen P.

 

Marnicq Demeur.


Die Kupferblauen auf der HSS Thurnau

 

Zum ersten Mal hatte ich die Kupferblauen auf der HSS zu bewerten und war von der Qualität angenehm überrascht. Herzlichen Dank der Arbeitsgruppe für die konstruktive Zusammenarbeit und Diskussion an den Käfigen. Herzlichen Glückwunsch zu den Spitzentieren an Jürgen Schmidt (v,hv) Werner Rüger (2xhv) ,Hermann Trüter und Frans van Mol (je 1x hv). Hinter diesen Spitzentieren folgte ein breites Mittelfeld mit kleinen Wünschen bei den 95er Tieren (Schwanzbinde intensiver, Seiten noch feuriger) über die 94er und 93er Tiere, bei denen eben etwas mehr zu wünschen war. Im Wesentlichen fielen dort die nicht ganz  durchgefärbten Keilspitzen bis zu den Afterecken auf. Auch ist nach wie vor das Hals,- und zum Teil Kopfgrün ein Problem. Allerdings hatte ich mir das nach den Erfahrungen der Vorjahre schlimmer vorgestellt. Beim Halsgrün meine ich, müssen wir nach wie vor noch Zugeständnisse machen um das feurige Kupfer unten nicht zu verlieren. Trotzdem zeigen die Spitzentiere, dass es auch ohne Halsgrün geht. Für viel problematischer halte ich das absetzende, helle Halskupfer, das zwar meist frei von grün und feurig ist, aber eben nicht zum übrigen Kupferton passt. Dieses Phänomen haben wir bei den Goldenen in Form von hellen Halsringen auch, deshalb ist hier besondere Vorsicht geboten. Auch die glanzlosen Federspitzen sind wie bei den Kupferschwarzen (wahrscheinlich kommen sie da her) nach wie vor vorhanden, und ich habe sie oftmals auf der Karte vermerken müssen. Von den 74 ausgestellten Kupferblauen konnten leider 20 Tiere die Note sg nicht erreichen, die 3 b-Tiere zeigten alle mangelhafte, grüne  Grundfarbe, bei den g-Tieren lag dies meistens an  zu wenig Durchfärbung der Keile, sowie Seitengrün oder Ruß im Hals., 2x an zu mattem Bauchkupfer. Bisher habe ich noch nichts von den Decken erwähnt, diese waren aber auch bis auf wenige Ausnahmen in Ordnung.  Einige Täubinnen dürfen aber nicht mehr schwächer werden. Insgesamt eine ordentliche Präsentation der Kupferblauen, die Probleme wurden eingehend mit der Arbeitsgruppe besprochen, ich wünsche allen Zuchtfreunden ein erfolgreiches Zuchtjahr .

 

Volker Kraft


Goldschwarz 1,0

 

Immer wieder wird jährlich von einer Gruppe des SV die HSS durchgeführt, so 2007 in Thurnau von der Gruppe Süd. Ein Lob an die Organisatoren, es war wieder alles so, wie man es sich nur wünschen konnte. Die mir zur 34. HSS zur Bewertung zugeteilten 1,0 Goldschwarzen zeigten eine überdurchschnittliche Qualität. Ich konnte einen absolut hohen Zuchtstand feststellen. In der Goldfarbe waren die 1,0 von Kopf bis Keil insgesamt prima durchgefärbt. Hier gab es nur wenige Tiere, die dies nicht erfüllten. Auf eine leuchtende, mit etwas mehr ausgeprägten hellen Glanz, sowie eine gleichmäßigere Grundfarbe und auf etwas angepassteres Kopfgold ist weiterhin zu achten. Vereinzelt war ein Hauch grün in den Seiten vorhanden, was wir für die Zucht nicht gebrauchen. Die Decken mit der schönen Saumbreite waren in Ordnung und ließen kaum Wünsche zu. Nur in der Bindengegend wünschte ich mir bei einigen Tieren die Feder etwas fester und nicht so haarig. Besonders die letzten Federn der oberen Armschwingen werden vereinzelt schon schmal und spitz. Dadurch wird der Rücken nicht mehr richtig abgedeckt. Lassen wir dieses Übel nicht weiter zu, sondern versuchen es rechtzeitig abzustellen. Achtet mehr auf eine breite Feder und das Problem ist weg! Trotz der schönen Grundfarbe und den feinen Decken, die bei den meisten 1,0 vorhanden waren, sei auf eine festere Schwanzfederlage, besseren Schwanzaufbau und straffere Schwanzfederhaltung zu achten. Es ist gut zu überlegen, ob solch ein Tier in die Zucht eingestellt wird. Mit einer Ausbreitung dieses Problems ist sonst zu rechnen. Besondere Tupfer unter den 1,0 Goldschwarzen waren die mit v und hv herausgestellten Tiere von Schmidt, Konrad (2xv, 2xhv), Garnreiter, Georg (1xv), Gebhard, Klaus (2xhv), Letzerich, Klaus (1xhv), Nielsen, Flemming (1xhv) und Michel, Volker (1xhv). Gratulation!

 

Hartmut Engler 


Goldschwarz 0,1

 

Das war das dritte und letzte Mal, dass ich in dieser Runde die goldschwarzen 0,1 bewertete. Positiv ist zu sagen, dass die Schwingen viel besser durchgefärbt, die Querstreifen beinahe nicht mehr da und das lose Halsgefieder bedeutend weniger geworden sind. Weiterhin ein Problem sind die dunklen Köpfe (sie sind nicht weniger geworden). Auch die ungleichmäßige Halsfarbe (heller Halsring) ist nicht besser geworden. Die glanzlosen Federspitzen (Brust und Seite) waren letztes Jahr ein bisschen weniger geworden, doch in diesem Jahr sind sie wieder stark vorhanden (ärgerlich). Letztes Jahr hatten 6-8 Tiere Schwanzprobleme (Dach- und Spaltschwänze), in dieser Saison mehr als das doppelte. Passt mal auf, das vererbt sich hartnäckig. Das beste Jungtier zeigte Volker Kraft – schöne gleichmäßige Goldfarbe von Kopf bis Keil (aber nicht mehr heller). Bei den 15 Alttieren genau dieselben Probleme wie bei den Jungen, auch hier einige mit Dachschwänzen! Das beste Alttier zeigte Wilhelm Seehaus. Ich werde mit großem Interesse in den folgenden Jahren die Goldschwarzen verfolgen.

 

Jörgen Christensen


Die Goldweißen

 

in Thurnau, präsentierten sich in überraschend guter Qualität. Vor allem die hohligen Tiere schraubten den Zuchtstand nach oben. Sie zeigten insgesamt besseres Gold als die Bindigen; das überraschte. Etwas hinten lagen die bindigen jungen 0,1. Altbekannte Probleme waren allerdings vorhanden und mußten als Wunsch oder als Mangel beanstandet werden. 21x wurden unreine Decken oder der z.T. völlig graue Rücken bis zum Bürzel angesprochen. Auffälliger Grundfarben-überschuß auf den Decken kann nur bedingt toleriert werden, wenn das Gold überragend ist. 18x gab es Kritik an der Augenfarbe, die entweder zum Perlauge oder zum Auge ohne Farbstoff tendierte. 15x, und da muß in der Zucht sofort Abhilfe geschaffen werden, gab´s Beanstandungen beim Nackengefieder bzw. der Kappenbildung. Eben so oft fielen der nicht korrekte Schwanzgefiederaufbau oder hängende Ortfedern auf. Der nicht angeglichene Halsglanz mußte 14x angesprochen werden; 2x war Halsgrün festzustellen. 10x fehlte heller Glanz ab Brust auf dem Gold. Aber nur 4x waren die Schenkel nicht durchgefärbt, also weiß. Auch der Farbton der Binden war fast immer mit dem Goldton der Grundfarbe identisch. Allerdings müssten die Binden bei einigen Tieren sichtbarer sein. Das Gold an sich reichte von der Grenze zum zu hell werden bis hin zum dunkleren, fast lehmigen Ton, brauchte aber noch nicht beanstandet werden. Bezüglich der Gleichmäßigkeit des Goldtons waren dann aber doch einige Anmerkungen erforderlich. 12 hohlige Tiere zeigten dunkleres Keilgold. Auch da muß in der Zucht gegengesteuert werden! Bei einigen Goldweißen gibt es noch Probleme mit der knappen Einfärbung der einzelnen Federn. Das zeigt sich dann als farblich nicht überdeckende weiße Stellen im After- und Keilgefieder und im Schenkelgefieder. Wenn hier jede einzelne Feder tiefer eingefärbt ist, erscheinen z.B. auch die Schenkel nicht mehr weiß. Hat das Schenkelgefieder aus Richtung Zehen nach oben überhaupt keinen Farbstoff, dann sind es  „weiße Schenkel“, die bemängelt werden müssen. Das Seitengold konnte bei mehreren der ausgestellten Goldweißen durchgehender sein, aber nur selten war hier eine helle Säumung der Federn zu beanstanden. Auch im übrigen Gefieder wurde der helle Vorsaum nur selten angetroffen. Allerdings zeigten 5 Tiere auffällig helle Querstreifen im Gold, und bei 7 gab`s Beanstandungen wegen  Aufhellung des Gefieders im Gesichts- oder Ohrenbereich. Ganz hinten standen noch 2 Goldweiß-Gehämmerte. Zwar standen die hinten, aber in der Qualität ganz vorne. Ein junger 1,0 zeigte das Ziel in der Zucht bezüglich der Grundfarbe. Auch die Hämmerung paßte. Die Qualität und Vitalität der meisten ausgestellten Goldweißen sprechen für eine weitere Zuchtstandsverbesserung in den kommenden Jahren.

 

Jürgen Schmidt  


Die Goldblauflügel

 

In diesem Jahr waren 32,29 Jungtiere und 10,9 Alttiere in den Käfigen.  Die gleiche Anzahl wie im Vorjahr, nur war die Qualität schlechter. Kaum gibt es Tiere, bei denen die Deckenfarbe  in Ordnung ist. Decken und Rückenrost ist leider bei fast keinem Tier vorhanden. Warum beschäftigen die Züchter sich nicht damit, rostige Tiere zusammen zu bringen, um sich einige Zuchttäubinnen zu erzüchten? Leider war bei fast keinem jungen Täuber die Kopffarbe mit ausreichend Glanz versehen. Bei den Täubinnen war dieses etwas besser. Dieses sollten die Züchter beachten. Die Arbeitsgruppe hat sehr auf diesen Kritikpunkt hingewiesen. Der Brustübergang war bei den meisten Tieren nicht wunschgemäß. Dies ergibt sich daraus, weil das Gold unten nicht genügend Glanz zeigt. Dies ist nicht so einfach zu erreichen, weil es wenig Tiere mit gelben Schmalzkielen gibt. Die Durchfärbung der Keilfedern und der Afterecken ist besser geworden. Die Schwanzbinde ist bei fast allen Tieren in Ordnung. Bitte aufpassen, dass das Halsrot nicht mehr wird. Wenige Tiere waren mit Halsgrün vorhanden. Hoffentlich gibt es diese in den Zuchtställen mit genügend Glanz. Das Gimpelband  mit V errang Heinrich Schröder, mit einem sehr feinen 1,0 jung. Gleicher Aussteller errang noch 2x hv. Des weiteren erhielten hv Manfred Höbel und Dietmar Gräfe. Herzlichen Glückwunsch für diese Züchter.

 

Richard Hansen


Seltene Goldblaue

 

Erstmalig wurde mir in diesem Jahr die Bewertung der seltenen Goldgimpel übertragen. Den Anfang machten die Goldblauen mit schwarzen Binden. Hier können wir bei der Grundfarbe die gleichen Anforderungen stellen wie bei den hohligen. Dazu kommt natürlich eine ordnungsgemäße Bindenführung. Hier wünschen wir uns doch exaktere Binden. Weitere Wünsche waren die nicht durchgefärbten Keilfedern. Im Halsgold sollte auf weniger Rotglanz geachtet werden. Das Kopfgold sollte leuchtender sein.  Bindenrost wurde angesprochen. Leider fehlten die Tauben einer der führenden Zuchten, so dass kein absolutes Spitzentier herausgestellt werden konnte.. Die vorgestellten blauen mit weißen Binden waren in diesem Jahr stärker vertreten. Die Goldfarbe ist nach wie vor verbesserungs- würdig. Das Spitzentier zeigte Kl. Gebhard mit hv. Die goldblau  Gehämmerten waren nicht so stark vertreten  wie im Vorjahr. Auch hier ist die Grundfarbe zu verbessern. Die Hämmerung wünschen wir ausgeprägter und in den Binden reiner (weniger Rost).  Das Halsgold sollte auch hier weniger Rotglanz zeigen und das Kopfgold wünschen wir uns leuchtender. Hv erzielten Chr. Kretschmer und  H. Volk. Die Goldblauen mit weißen Schwingen und schwarzen Binden hatten die gleichen Wünsche wie die Vorgenannten, Rotglanz im Halsgold war aber hier stark zu finden. Tauben mit mattem Gold mussten zurück gesetzt werden. Die Bindenführung sollte markanter sein. Hv ging an St. Müller. Die Goldblauen mit weißen Schwingen  waren insgesamt sehr ansprechend. Die Decken waren, wie bei den vorherigen Goldblauen auch, in Ordnung. Rotglanz wurde angesprochen, Grünglanz wurde gestraft, ebenso Ruß im Halsgold. Hv für Chr. Kretschmer. Die Goldblauen mit weißen Schwingen gehämmert waren sehr schön. Wobei Rotglanz im Halsgold angesprochen wurde.  Die weißplattigen Goldgimpel waren eine Bereicherung, aber es bleibt noch viel Arbeit. Die AOC Klasse mit Kupfergimpel blauflügel und weißen Binden machten den Abschluß. Hier muss noch an der Gleichmäßigkeit der Grundfarbe gearbeitet werden. Kl. Gebhard war der alleinige Aussteller. Die Höchstnote konnte leider nicht vergeben werden, was aber nicht an den ausgestellten Tauben lag.

 

Martin Wulff


Schulung in Kupfer- und Goldschwarz in Thurnau 2007

 

Schulung HSS Thurnau 10.11.07

 

Kupfer- und Goldschwarz:

 

Die Musterbeschreibung:

 

„Kupferschwarzflügel“: Kopf, Hals, Brust, Bauch, Schenkel, Seiten (Flanken) bis einschließlich Keil kupferfarbig. Die Farbe soll wie hochpoliertes Kupfer glänzen, je feuriger, desto besser. Sie muss sich über die erwähnten Körperteile gleichmäßig erstrecken und darf nicht matt oder grünglänzend sein, auch nicht ab Bauch. Flügelschilder, Rücken und obere Schwanzdecke tief schwarz mit käfergrünem Lack, Aussenfahnen der Schwungfedern sowie obere Schwanzfarbe im geschlossenen Zustand schwarz.

Grobe Fehler: Grünglänzende, gelbliche (Bronze) oder rußige Kupferfarbe, blaurote Bauchfarbe, absetzendes Kupfer, schwarze Schenkel, violetter oder stahlblauer Lacksaum, fehlender Lack auf Rücken und Decken, zu viel Purpur auf Rücken und Decken, Rost (rot) auf Decken (bei Täubinnen ist etwas Rost in Bindengegend und Unterrücken kein grober Fehler). Blauer Schwanz, grauer oder blauer Rücken, schwarze oder graue Keilfarbe.

 

„Goldschwarzflügel“: Kopf, Hals, Brust, Bauch, Schenkel, Seiten (Flanken) und Keil goldfarbig (sattes Goldgelb mit hellem Glanz). Die Farbe muss sich über die genannten Körperteile gleichmäßig erstrecken und darf nicht matt, grün- oder rotglänzend sein, auch nicht am Bauch. Flügelschilder, Rücken und obere Schwanzdecke tiefschwarz mit käfergrünem Lack. Bei Täubinnen wird etwas Rost in der Bindengegend und Unterrücken toleriert. Aussenfahnen der Schwungfedern sowie obere Schwanzfarbe im geschlossenen Zustand schwarz.

Grobe Fehler: Mehliges, grün- bzw. rotglänzendes oder absetzendes Gold, grüne oder rußige Halsfarbe, schwarze Schenkel, violetter oder stahlblauer Lacksaum, fehlender Lack auf Rücken und Decken, zu viel Purpur auf Rücken und Decken, Rost (Gold) auf Decken. Blauer Schwanz, grauer oder blauer Rücken, schwarze oder graue Keilfarbe.

Richtlinien für die Bewertung:

Von primärer Bedeutung ist eine gleichmäßige, glanzreiche Kupfer-, bzw. Goldfarbe von Kopf bis einschließlich Keil. Ob etwas heller oder dunkler ist nicht wesentlich. Je breiter der Glanzsaum der Federn, desto wertvoller ist das Tier. Für eine höhere Bewertung müssen weiterhin die Teile der Taube, die zuerst ins Auge fallen, fehlerfrei sein. Großer Wert ist dabei auf den käfergrünen Lacksaum auf Rücken und Decken zu legen, je breiter desto besser. Leichte Abweichungen in der Schnabelfarbe schließen von der höchsten Bewertung nicht aus.

 

„Kupferschwarzflügel“

Schulung 10.11.07  Thurnau - Marnicq Demeur

 

Im Allgemeinen:

Augenfarbe: braun ist kein sg möglich.

Typ: deutlich zu klein, besonders bei 0,1 ist kein sg möglich.

Auch auf Schwanzfederlage und Kappenbildung ist zu achten.

Rückenabdeckung ist nicht immer geschlossen.

 

Kupfer:

Durchfarbung:

in Seiten (möglichst hohe), Schenkel, Keil und Nacken sind Voraussetzungen für eine hohe Note! Glanzsaum: Grünglanz in den Seiten, wenn wenig (im oberen Teil der Seiten) bleibt es ein Wunsch. Grünglanz, durchgehend in Bauch, Schenkel oder Keil ist ein grober Fehler. Grünglanz in Gesichtsgegend ist Wunsch. Manchmal ist er auch auslaufend in den Oberkopf oder in den Hals, dann wird das Grün zum Fehler. Viele K-Schw. mit ganz sauberen Seiten sind in der Halsgegend nicht gleichmäßig und nicht rein im Kupfer! Viele K-Schw. (bei Täubinnen 50% oder mehr) sind in Brustgegend nicht durchgehend feurig. Schulung 2002: niemals hv möglich  mit „Feuerproblemen“!

Die dunklen (glanzlosen) Federspitzen in Brust-, Bauch-, Seiten- und Kopfgegend stören die Gleichmäßigkeit. Wenn sie sehr ausgedehnt in Kopf, Brust, Bauch und  Seiten erscheinen, dann gilt das als sehr    ungleichmäßig und ist ein Fehler! Kopf ist nicht immer gleichmäßig: helle Streifen und Grünglanz stören. Der Glanzsaum ist bei  K-Sch. immer „überdeckend“ gewünscht!  Mehrere K-Schw. zeigen ein helles braun (nougatfarbig) im Keil ohne Glanz.

 

Deckenlack:

Violett: Violett in den Decken und Stahlblau im Rücken sind große Mängel. Violetter Vorsaum (= nicht durchgebrochen) im ersten Bindenbereich ist noch kein Wunsch,  aber wenn das Violett im unteren Deckenbereich durchbricht, ist der Wunsch “auf Violett achten” notwendig.

Plastisch: Wir wünschen einen ausgedehnten, ausgeprägten, aber nicht versteckten, sondern hervortretenden Lacksaum.

Purpur: Wie viel Purpur in Schulter- und Bürzelgegend toleriert werden kann, ist und bleibt “Fingerspitzengefühl”! Aber sicher ist: ohne Purpur kein (in jedem Fall wenig) Feuer im Kupfer!

 

„Goldschwarzflügel“:

Schulung 10.11.07 Thurnau – Marnicq Demeur

 

Im Allgemeinen:

Auf Schwanzfederlage (Dachschwänze, hängende Ortfedern, Spaltschwänze) achten.

Auf haarige Federn (meistens Anfang der Bindengegend) achten.

 

Gold:

Durchfärbung: -   Seiten (hohe), Schenkel. -   Hals, Kopf und Nacken ohne Ruß! -   Intensität der Schwingenfarbe!

Glanzsaum:     -    Grünglanz ist bei G-Schw. in der Goldfarbe nicht so einfach zu erkennen, aber darum ist es nicht weniger alarmierend!  Die Gleichmäßigkeit in der Goldfarbe und im Goldglanz ist verbessert. Zwar sind die beiden Hauptprobleme, das dunklere Kopfgold und der nicht gleichmäßige Glanz im Halsbereich noch vorhanden. Nicht immer ist der gewünschte leuchtende Goldglanz in Kopf-, Brust-, und Keilgegend vorhanden. Diese genannten Körperteile zeigen noch zu viel Ungleichmäßigkeit, aber auch noch immer Auftreten von Rotglanz!   Die glanzlosen Federspitzen in Brust-, Bauch-, Seiten- und Kopfgegend, stören ebenso die Gleichmäßigkeit. Auch ist da noch das Problem der Streifigkeit im Gold. Über die Ursache gibt es unterschiedliche Auffassungen. Bei starkem (deutlichem) Auftreten muss dies  bestraft werden.

 

Deckenlack:

Violett: Violett in den Decken und Stahlblau im  Rücken sind große Mängel. Violetter Vorsaum (wenn das Grün nicht durchgebrochen)  im ersten Bindenbereich ist noch kein Wunsch, aber wenn das Violett durchbricht, im  unteren Deckenbereich, ist der Wunsch “auf Violett achten” notwendig.

Plastisch: Wir wünschen einen ausgedehnten, ausgeprägten, aber nicht versteckten, sondern hervortretenden Lacksaum. Wenn die Lacksaumbreite nachlässt, führt  das insbesondere dazu, dass der Rückensaum nicht immer überdeckt.

Purpur:  Purpur hat keinen Zuchtvorteil bei G-Schw. und bei der Bewertung ist darum auch wenig Toleranz notwendig.

 

Überglanz im Hals ist kein Fachausdruck für Sonderrichter!

Die SR-Besprechung vom 08.11.07 war auch das Ende vom Lied „auf Überglanz im Hals achten“ oder „zeigt Überglanz im Hals“! Wir Gimpeltaubenzüchter trachten nach dem Maximum an Farbe und Glanz! Wie ein Diamant nicht zuviel glitzern kann, ist es ebenso unmöglich, dass ein Gimpel überglänzt! Auch wenn alle Gimpeltaubenzüchter wissen, was gemeint ist, war der Begriff „Überglanz“ sehr Kontradiktorisch! Es handelt sich deutlich um Ungleichmäßigkeiten in Farbe und/oder Glanz und es soll ab 2008 auch so definiert werden!

 

Marnicq Demeur

Der Unterschied zwischen blau-weißbindig und hellblau-weißbindig:

Seit nicht all zu langer Zeit sind diese in unserm Standard getrennt aufgeführt, darum soll den Züchtern erklärt werden wo der Unterschied liegt: Die Hellblauen sind eine Vedünntfarbe und haben den Faktor dominant Opal, was heißt, dass diese sich in der Binde dominant vererben und weißbindig x weißbindig immer auch weißbindig ergibt. Gleichzeitig ist aber die blaue Decke verdünnt, also heller und die Goldfarbe stark verdünnt und matter im Farbton. Die wichtigsten Merkmale sind aber rein weiße Binden, möglichst ohne Saum (beim 1,0 sogar gefordert) und helle, fast weiße Schwanzbinde (siehe Bild) und aufgehellte Schwingen. Bei Paarung mit schwarzbindigen Goldblauen kommen auch sofort wieder Weißbindige zum Vorschein, deshalb sind die anderen, eben genannten Eigenschaften, bezüglich der Farbe , aber keinesfalls verbessert. Die Blauflügel mit weißen Binden haben den Faktor Toy Stencil, der intensive Grund-und Deckenfarben zulässt. Die Schwingen sind dunkel und die Schwanzbinde sowie die weißen Binden haben bei beiden Geschlechtern einen schwarzen Saum. Dafür ist die Zucht der Tiere mit dem Faktor Toy Stencil ungleich schwerer, denn die Vererbung dieser weißen Binde ist gemein-hin, auch bei den meisten Genetikern, noch nicht ausreichend bekannt. Weißbindig mal Weißbindig gibt noch lange nicht weißbindig, denn hier kommt es darauf an wie diese weiße Binde gefestigt ist und ob das Jungtier bereits im Nest weiße Binden hatte, oder ob diese erst weiß ausgemausert wurden. Um Gold oder Kupfer zu verbessern, ist jeweils ein langer Weg nötig. Unabhängig davon haben wir diese beiden Varianten bei unserer Rasse und müssen diese auch akzeptieren und die Arbeit der Züchter respektieren. Die Bewertung der Hellblauen ist deshalb eine völlig andere, als bei all unseren anderen Gimpeln. Danach muss, solange wir sie haben, gerichtet werden, ob das manchem gefällt oder nicht.

Klaus Gebhard


Farbfoto’s zu Illustrierung:

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